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Bunt, formschön, vielseitig: Hochzeit für den Kürbis

In der aktuellen Herbstausgabe unserer „informiert!“ haben Sie den Kürbis einmal von einer anderen Seite kennen gelernt. Sie möchten noch mehr über das gesunde Gemüse und seine Varianz erfahren? Lesen Sie hier weiter.

 

Wussten Sie das?

Geschichte
Der Kürbis gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Die ersten prähistorischen Funde von Kürbissamen gehen bis in die Zeit um 10.000 vor Christus zurück.

 

Kürbisheimat
Die wichtigsten Kürbis-Anbaugebiete sind Süd- und Mittelamerika sowie der Süden Nordamerika. Auch in Australien und Japan wird Kürbis verstärkt angebaut. In Europa beschräken sich die Gebiete auf Spanien, Italien, Österreich, Ungarn und Rumänien.

 

Namensgebung
In den USA werden Kürbisse in pumpkins, squashes und gourds eingeteilt.
Pumpkins sind klassische Kürbisse, bekannt von Halloween.
Squashes sind Speisekürbisse. Summersquashes werden im Frühjahr, wintersquashes im Herbst reif geerntet. Gourds sind Zierkürbisse (einschließlich Kalebassen).

 

Vielfalt
In Afrika gehört Kürbis bei den besser gestellten Menschen zu den Hauptnahrungsmitteln, wie in Deutschland die Kartoffel. Weltweit ist der Kürbis das am meisten verwendete Gemüse – unter anderem, weil es vergleichweise günstig ist: Aus einem Kern entstehen unter Umständen 40 Früchte. Der bislang schwerste Kürbis der Welt wiegt fast 800 Kilogramm. Hierzulande wird Kürbis bisher am meisten als Suppe zubereitet.

 

Nährstoffe
Der Hokkaido hat besonders festes Fruchtfleisch und weniger Wasser als andere Kürbissorten. Daher wartet er mit besonders vielen Nährstoffen auf. Erstaunlich: Er enthält mehr Carotin als Möhren! Im Körper zu Vitamin A umgewandelt, erfüllt es eine wichtige Funktion für Augen und Stoffwechsel. Zusätzlich sind neben mehreren Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Magnesium die Vitamine C, E sowie B-Vitamine enthalten. Als Schlankmacher eignet sich der Hokkaido auch: 100 Gramm enthalten gerade einmal knapp mehr als 20 Kalorien.

 

Gesundheit
Kürbisse sind echte Arzneimittelpflanzen. Weil Kürbis dank seines hohen Anteils an Wasser und Kalium harntreibend wirkt, beruhigt das Gemüse die gereizte Blase. Wegen seiner zahlreichen Ballaststoffe unterstützt Kürbis die Verdauung. Die Kieselsäure, die im Fruchtfleisch enthalten ist, hat einen positiven  Einfluss auf Haut, Nägel und Bindegewebe. Die Antioxidantien bringen die körpereigene Abwehr in Schwung und schlagen freie Radikale in die Flucht.



Kürbisse und Ihre Unterscheidungen

Speisekürbisse gibt es als Sommer- und Winterkürbisse. Zudem lassen sich die Sorten in Rubriken unterteilen. Sommerkürbisse werden unreif geerntet, frühestens nach 50 Tagen. Winterkürbisse werden weltweit gezüchtet und angebaut und reifen mindestens 90 Tage; manche Sorten – in warmen Ländern – sogar bis zu 150 Tage.

 

 

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© DIE BERGISCHE KRANKENKASSE 2009
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